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Reisetagebuch 2007 / Iran





18.4.07


Insgeamt ging ein ganzer Tag drauf für die Einreise in den Iran. Für die Suche nach einem schönen Nachtplatz blieb keine Zeit. Es wurde schon dunkel, als wir auf einer Baustelle auf eine iranische Familie beim Picknick stießen. Wir haben gewartet, bis sie abzogen, um dann ihren Platz einzunehmen.



19.4.07


Unser zweiter Schlafplatz ist schon besser: In der Nähe einer "pitoresk mountain village". In der Nacht Gewitter, Sturm und Regen. Ich habe Sorge, wir kommen morgens nicht aus dem Schlamm raus. Aber dann scheint die Sonne, und Erika baut einen Altar. Ich frage sie, ob ich meine Kacktüte, die ich in der Nacht gefüllt habe, darunter vergaben darf, als rituelle Beigabe.




Man sieht, wir verstehen uns prima, solche Scherze werden nicht krumm genommen, Danach machen die beiden Kickboxen.



21.4.07


Dieselschlauch geplatzt, Motor vollgelaufen, Erika hat den passenden Schlauch, Andre hat's repariert, die Perser machen die Motorwäsche (1,80 Euro), ich mache Fotos.




Spaziergang durch Bonap




Erika hat sich eine "Machgnaä" gekauft, was sonst nur Schulmädchen tragen




Erika und Andre denken an unsere schöne Reise




Die Köche besprechen unser Menü, das Ergebnis sieht so aus:




Zam Zam (Limonade), Gushde Karde (Gehacktes mit Gemüse), Chriar Shur (Gewürzgurken) und Lavash (Brot)




Tisch abgefressen




Zum Tee eingeladen....



22.4.07


Die Hölle hat einen Namen: Teheran. Leider sind wir zweimal unnötigerweise da durchgefahren. Autos, LKW und Mopeds quälen sich in Millimeterabstand (meist stehend) durch die Straßen. Man kann kaum atmen. Am nächsten Tag nochmal mit einem Taxi, um die Visa zu beantragen, was komplizierter wurde als gedacht. Wir müssen nach etwa 12 Tagen nochmal in diesen Wahnsinn eintauchen.




Andre hat die Schnauze voll (im Taxi durch Teheran)




Sonst wohnen wir auf dem Stück Land außerhalb der Stadt, das meinem Freund Sirous gehört und wo's uns gut geht. Er hat Weizen, Gurken, Schafe, Hühner, Hunde, 2 afghanische Familien und einen 170er.




Salamä wohnt auch hier, sie ist aus Afghanistan, sie brachte mir Brot am Morgen, und ich hab mich in sie verliebt, wir gehen Hand in Hand durch Mamarsand, sie ist 14. Sirous möchte meinen Kühlschrank kaufen. Ich schlage vor, er kriegt meinen Kühlschrank, ich seine Salamä.




Erika und Sirous. Sein Vater hatte 17 Frauen. Er ist der Sohn der letzten Frau, sie war 14 und der Vater 57, als sie heirateten (genau wie Salamä und ich).

Heute wollen wir einen Tag relaxen, morgen in die Wüste aufbrechen.



24.4.07


Endlich isses wohnlich bei mir im Bus: schönes Bild gekauft von schöner Schäferin auf einem Esel.




Und endlich sind wir in der Wüste mit einsamen Schlafplatz, fahren bei Semnan nach Süden Richtung Esfahan















Andre lässt seinen Drachen steigen....




Erika trinkt Nescafe...




...und ich zerstöre beim Rückwärtsfahren einen Bau von Riesenameisen, tut mir echt leid, es muss ein Weltuntergang gewesen sein




Wir erzählen uns, was für Lebensziele wir haben, Andre möchte eine Familie gründen, dabei hat er schon zwei, Erika möchte ganz werden, ich möchte sterben. Nur ich kann sicher sein, mein Ziel auch zu erreichen.




Entsorgung von papierdünnem Fladenbrot




Planschbecken für die Kinder mitten in der Wüste




Da oben auf diesem Hügel isses passiert




Vier Reifenpannen hintereinander: 3 Reifen auf der Hinerachse repariert, den vierten mussten wir wegwerfen, für den läuft jetzt das Reserverad, das aber die falsche Größe hat, was ich zuhause nicht nachgeguckt habe. Neue Reifen gibts hier nicht in der richtigen Größe.




Und so wird repariert


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