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Reisetagebuch 2009 / Usbekistan, Teil 2 8.6.09
Buchara nach Khiva: Topfflache Landschaft, immer geradeaus Nord-West, man kann sich entspannen, aber hin und wieder Beulen und Löcher im Asphalt. Die meisten Polizeiposten können wir passieren ohne anzuhalten. Ich staune. Bisher haben sie an jedem Posten Pass- und Kfz-Daten in dicke Kladden eingetragen. Meistens wollten sie auch Geld.
Usbekische Klimaanlage, Geschenk von Daler....
Usbekischer Friedhof
Erste Nacht neben einem Cafe mit Blick auf den Amudarja geschlafen. Daler schläft auf einem Tabshan auf dem Hof....
Hinter dem Cafe geht's runter zum Fluss. Als wir ihn zum ersten Mal sahen, dachte Daler, er sei ein See. Vielleicht hat er ihn noch nie vorher gesehen. Ich wollte schon 2003 eine Flasche mit Amudarja-Wasser füllen und daheim in mein Bücherregal stellen. Aber es ist sehr heiß und mühsam, bis zum Ufer runterzugehen....
Sehr nette Cafe-Besitzer, haben mir für alles nur 2.50 Euro abgeknöpft. Und sie haben eine hübsche Tochter
Später überqueren wir den Fluss, und ich darf Eisenbahn spielen. 10.6.09
Auch hier gibt's frei in der Wüste rumlatschende Kamele, sie haben natürlich Vorfahrt...
Das ist Shochista, unsere Kellnerin in Urgench. Wir wollten Lulla Kobab oder Galupsi, aber es gab mal wieder nur Shashlik. Ich frage sie, ob sie uns nach Khiva begleiten möchte. Sie möchte, aber wir müssen den Chef fragen. Der will sie nicht hergeben. Solche Gespräche kann man natürlich nur mit einem Übersetzer führen.....
Fahrertüre ging nicht mehr auf, bei gewaltsamen Versuchen den Griff abgebrochen. In der Werkstatt in Buchara sagten sie, nun sei mein Auto "usbekifiziert", statt Griff ein Kabel zum Öffnen. Nun geht die Türe zwar auf, aber nach einer Tagesreise nicht mehr zu. Verschließe sie mit dem Riegel. 11.6.09
In Khiva: Hotel Mirzoboshi hat extra für uns Galupsi gekocht.
Im Khan-Palast. Es muss prima gewesen sein, Khan zu sein, bestimmt war ich mal einer....
...und sie war eine meiner Frauen....
...und das unser ungeborener Sohn, jetzt im Museum im Einmachglas... Es ist heiß in Usbekstan, gefühlte 50 Grad im Schatten. Das Mineralwasser erreicht im Auto Dusch-Temperatur. Aber man kann tauschen, nämlich eine heiße Flasche gegen eine kalte, sofern noch verschlossen. Das Wasser im Tank, gefüllt mit Leitungswasser, kann man nichtmal zum Zähneputzen verwenden. Es ist salzig, sagt Daler, und manchmal trübe, also dreckig. Im Grunde kann man es nur zum Autowaschen benutzen. Trotz aller Vorsicht ist dann wohl doch etwas von diesem Wasser in mein Inneres vorgedrungen. Habe mittags mitten auf den Hauptweg der alten Stadt gekotzt, jedenfalls den ersten Schub. Für den Rest konnte ich ein Rasenbeet mit einem Baum drauf erreichen. Das trockene Grün war sehr erfreut über die feuchten Nährstoffe, die Vögelchen sicher auch. Dann sah ich auf der Straße einem amerikansichen Filmteam bei der Arbeit zu. Der in alte Robe und Pelzmütze gekleidete Darsteller bestieg über eine eiserne Leiter ein Kamel. Er war groß und kräftig gebaut. Der usbekische Kamelführer gab das Zeichen zum Lostrotten. Das Kamel bäumte sich kurz auf, und der Amerikaner landete recht unsanft mit dem Kopf auf dem Steinboden. Alles gefilmt worden, wäre ein Hit für Youtube. Aber hier fand es keiner lustig. Leider die Kamera nicht dabei gehabt. <-- Usbekistan, Teil 1 | nach Hause | Usbekistan, Teil 3 --> |