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Reisetagebuch 2009 / Usbekistan, Teil 3




13.6.09


Khiva nach Buchara: Dizel getankt für 1080 Sum = 47 Cent, später mal für 800




Mit Düdo-Schatten voraus....




Su fotografiert nackte Jünglinge beim Bad.....




Schlafplatz in der Wüste wiedergefunden, auf dem ich 2003 mit Mitsch schonmal stand. Auf einem Plateau über dem Amudarja. War schön da oben, der Wind mal ohne üble Gerüche.




Blick von der Plateau-Kante auf den Fluss



Dann bis Mitternacht draußen gesessen und in den Himmel geguckt. Su meinte wieder, über uns stünde der große Wagen, aber es war der kleine, vielleicht kommt er einem hier größer vor als in Deutschland.

Leon ist in derselben Nacht in Aqtau angekommen. Wir haben sein Ersatzteil in Khiva im Hotel gelassen, falls er es gleich dort einbauen lassen will. Hätten wir einen Tag eher erfahren, dass die Fahrt übers Kaspische Meer so schnell ging, hätten wir vielleicht dort oben auf ihn gewartet. Allerdings habe ich den Verdacht, dass uns unser Führer Daler unmerklich beeinflusst hat, schon heute Buchara zu erreichen, er hat nämlich morgen Geburtstag und ist sichtlich glücklich, bei seiner Familie zu sein. Dafür hat er uns in die Disco eingeladen.



14.6.09

Erneut Übelkeit und Dünnschiss. In Usbekistan gibt es kein Gericht, das ich wirklich mag, weil sie alles mit diesem widerlichen Baumwollöl zubereiten. Also Discobesuch ohne mich.

Aber nochmal im Hamam gewesen. Eine etwa 45 jährige Frau mit Goldzähnen kassierte die 3000 Sum und bot mir ein Leih-Handtuch für weitere 1000 an. Bei seinem Anblick schauderte es mich. Sie folgte mir in den Duschraum, verschloss die Tür von innen und machte das Zeichen für Geld. Wofür? Sie klopfte mit der Hand auf ihren Schamhügel. Auf dieses Angebot war ich nun wirklich nicht vorbereitet, sonst hätte ich ihr vorgeschlagen, mich einzuseifen, wie meine Mutter es früher machte.



16.6.09


In Samarkand: Zweite Mal seit der Abreise im Hotel, das B&B Bahodir, Zimmer mit Fenster direkt überm Auto. Das Fenster mit meinen Unterhosen zum Trocknen dekoriert.




Abendessen mit Guuther (69) und Cecilia (63) aus München, beide auf BMW GS unterwegs in die Mongolei. Zeitlich müsste es klappen, dass wir ihnen auf dem Pamir begegnen, es sei denn, sie sind gerade irgendwo abgebogen. Es gab mal wieder Plov. Aber das Bahodir können wir empfehlen, sehr preiswert und nette Besitzer.




Mädchen vom Land lernt Deutsch in Samarkand, sie heißt Gulshinera oder so ähnlich. Sie spricht die Touristen am Registan an, um sich im Sprechen zu üben. Leon wird sie bestimmt auch kennenlernen.




Regsitanplatz in Samarkand.






Neue Fotoserie begonnen: Klotöpfe in Zentral-Asien. Komisch, dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. Liegt daran, dass ich immer den eigenen Topf im Wohnmobil benutze. Jetzt werde ich mir mal einige ansehen.



17.6.09




Unterwegs nach Tashkent: Bei unserer Geschwindigkeit von 60 bis 70 isses bisher noch nicht passiert, aber in Usbekistan nun doch. 500 Meter in einem Engpass zu schnell gefahren: 40 statt 30 (Foto durch Rückspiegel). Lange Diskussion und dann doch nichts bezahlt. Wie üblich.




Aber es hat sich was geändert in Turkmenistan und in Usbekistan: Die Polzisten an den Posten lassen uns durchfahren oder fragen nur kurz nach 'woher und wohin' und schauen in die Pässe. Aber keine langwierige Registrazi und keine Geldforderungen mehr wie auf früheren Reisen. Und die Straßen werden auch immer besser. Bald lohnt es sich gar nicht mehr, nach Usbekistan zu fahren, alles wie in Europa.




Türkisfarbene Vögel....




....und 33-Meter-Züge im Schritt-Tempo.



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